Panik-Attacken: Essen Sie Angst?

Diese Frage stellt der ganzheitlich arbeitende Arzt Dr. Rüdiger Dahlke seinen Panik-Patienten als erstes. Was ihn dazu veranlasst, ist die Beobachtung, dass Panik-Attacken früher nahezu unbekannt waren. Als Massenphänomen treten sie erst auf, seitdem die EU die relativ humane Schlachtung auf Bauernhöfen und in kleinen Metzgereien (angeblich aus hygienischen Gründen) praktisch verboten hat. Während die über weite Strecken herangekarrten Tiere in den riesigen modernen Schlachthöfen stundenlang auf ihre Hinrichtung warten müssen, wobei ihnen die Todesschreie ihrer Gefährten in den Ohren gellen, produzieren sie Unmengen von Angst- und Stress-Hormonen. Die geraten unweigerlich in Wurst und Schnitzel, werden mit der Mahlzeit verdaut und landen schließlich in der Blutbahn des Essers. 

 

Das könnte so einiges erklären...

Zumindest der allererste Anfall von Panik kommt ja gern wie „aus heiterem Himmel“. Scheinbar ohne jeden Anlass spüren Sie, wie Ihr Herz plötzlich rast (genauso, wie Sie sich immer einen Herzinfarkt vorgestellt haben!), wie Ihnen der Schweiß ausbricht, obwohl Hände und Füße eiskalt sind, wie Sie zittern und krampfhaft nach Luft ringen, während der Druck auf Ihrer Brust immer stärker wird und Sie nur noch eines denken können: „Hilfe! Ich sterbe!“ Als besonders bedrohlich empfinden Sie diesen Aufruhr in Ihrem Organismus, weil Sie ihn sich überhaupt nicht aus Ihrer eigenen Lebenssituation erklären können. Sie sind ihm einfach hilflos ausgeliefert!

Wenn wir allerdings in Erwägung ziehen, dass diese Panik tatsächlich keineswegs Ihre eigene sein mag, sondern die des gequälten Tiers, dessen Fleisch Sie zuvor verzehrt haben, erkennen wir darin schon einen plausiblen Grund für diese Plötzlichkeit. 

  

Es gibt jedoch noch andere Auslöser

Leider, liebe Freunde des gepflegten Kiffens, sind das in erster Linie Drogen, und ja: Ganz vorn dabei Haschisch und Marihuana, aber auch Amphetamine wie Ecstasy und andere Designerdrogen, Kokain und sogar völlig legal verschriebene Medikamente wie bestimmte Hormone zur Anregung der Schilddrüsenfunktion. Bei manchen Hochsensiblen genügt schon eine einzige Tasse Kaffee! Auch ein schwerer Mangel an Vitamin B12, das fast nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt, verursacht angeblich Angstzustände; Veganern wird daher geraten, es unbedingt in Tablettenform zu sich nehmen.

Außerdem gibt es noch das sogenannte Roemheld-Syndrom; das sind Herzbeschwerden, die einem echten Angina-pectoris-Anfall zwar zum Verwechseln ähnlich sehen, nur ist die Ursache dafür harmloser: Der durch Gase aufgeblähte Darm drückt dabei rein mechanisch nach oben aufs Herz und engt so dessen Platz im Brustkorb ein, den es braucht, um gesund zu funktionieren. 

Und schließlich sollen sogar rein seelische Ursachen für Panik-Attacken in Betracht kommen. Was in diesem Zusammenhang kaum jemanden verwundern wird: Offenbar neigen die Pessimisten unter uns eher dazu als die Optimisten...

 

Die schreckliche Angst vor der Angst

Je grauenhafter Ihre erste Panikattacke ausgefallen ist, desto wahrscheinlicher folgt ihr schon bald die nächste. Denn wie ich schon sagte: Angst erzeugt Angst. Der bloße Gedanke an diese traumatische Erfahrung reicht nämlich, um einen Flashback hervorzurufen. Die Erinnerung daran triggert dann die gleichen Reaktionen wie das Original-Erlebnis: Herzrasen, Schweißausbruch, Zittern, Luftnot, Druck auf der Brust und Todesangst. Selbst wenn Sie an diesem Tag gar kein Fleisch gegessen haben! Denn Ihr Unterbewusstsein weiß jetzt sozusagen Bescheid und spult automatisch das volle Panikprogramm ab.

Jedesmal, wenn das wieder passiert, verstärken sich dadurch übrigens bestimmte Nervenverbindungen in Ihrem Gehirn: Aus ehemals zarten dünnen Fädchen werden so nach und nach dicke, stabile Schnüre...

Die lösen dann die nächste Panik-Attacke noch leichter aus. Bald reicht schon das stille Stoßgebet: „Hoffentlich krieg ich gerade jetzt keinen Anfall!“ Und zack! Prompt ist er da. Ein wahrer Teufelskreis! Die gute Nachricht aber lautet:

 

Hurra! Sie haben's überlebt...

Ja, genau das dürfen Sie sich vor Augen halten: Sie sind eben nicht an Ihrer Panik gestorben. Sonst würden Sie einen Text wie diesen wohl kaum lesen, sondern hätten sicher besseres zu tun: Harfe spielen, Hallelujah singen...
Aber mal im Ernst: Ihr Körper hat sich als so stark, so gesund und so widerstandsfähig erwiesen, dass er sogar ausgewachsene Panik-Attacken verkraftet. Ist das nicht ein Grund dafür, ihm von Herzen dankbar zu sein? 
Außerdem können wir mit der Klopf-Akupressur und zusätzlich mit Hypnose-Therapie eine ganze Menge dazu beitragen, den Auslöse-Automatismus zu unterbrechen. Damit verschwinden Ihre Panik-Attacken ebenso plötzlich, wie sie aufgetaucht sind. Und Sie werden endlich wieder zu dem Menschen, der Sie im Grunde Ihres Herzens seit jeher sind.

 

Aber Achtung: Natürlich sollte Ihr Arzt Ihnen ausdrücklich bestätigt haben, dass Ihre Panik-Attacken tatsächlich keine organischen Ursachen haben. Sonst darf ich, als Heilpraktikerin für Psychotherapie, Sie nämlich nicht behandeln.

 

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