Trauer und Kummer

Alles geben Götter,

die unendlichen,

Ihren Lieblingen ganz,

Alle Freuden, die unendlichen,

Alle Schmerzen, die unendlichen, ganz. 

Das hat Goethe gesagt, aber mal ehrlich: Wenn man mittendrin steckt in der Trauer um einen geliebten Angehörigen oder großen Kummer durchlebt, weil man verlassen worden ist, dann ist das wahrhaftig ein schwacher Trost. Die Freuden bis zur Neige auszukosten erscheint uns  normalerweise gut und richtig, aber die Schmerzen? Den Kummer? Die Trauer? Dass wir leider alle solche schweren Zeiten hin und wieder durchstehen müssen, es sei denn, wir sterben jung  – das ist uns in der Theorie wohl klar. Im wirklichen Leben allerdings würden wir gern darauf verzichten, selbst wenn wir, wie es immer wieder heißt, durch solche Erfahrungen reifer und duldsamer werden. 

 

Ein Fall für Anti-Depressiva?

Trauer lässt sich