Meine Psychotherapie-Ausbildung

Auch wenn ich nun doch keine Psychotherapeutin mit abgeschlossenem Psychologiestudium geworden bin, verdanke ich den zwölf Semestern an der TU Braunschweig eine unglaubliche Menge an wertvollen Grundkenntnissen in Statistik und Methodenlehre, Physiologie und Diagnostik, in Allgemeiner, Klinischer und Forensischer Psychologie, in Entwicklungs- und Differential-Psychologie, in Arbeits- und Organisations-Psychologie. Schon damals begann ich studienbegleitend zwei Semester lang bei Dr. Andreas Selck eine Ausbildung in Gesprächstherapie nach Carl Rogers. Nach Abschluss des Psychologie-Studiums und einem weiteren Ausbildungsjahr hätte ich mich dann offiziell Gesprächstherapeutin nennen können. Doch dazu ist es nicht gekommen. Stattdessen verdanke ich nun meine Ausbildung, wie schon auf der Über-mich-Seite gesagt, zunächst mal meinem überaus geduldigen, stets freundlichen und sachkundigen Lehrer Michael MeyerDie Zulassung als Heilpraktikerin für Psychotherapie wurde mir im Dezember 2014 vom Gesundheitsamt Gifhorn ausgestellt.

 

Gesprächstherapie oder Hypnose?

Das humanistische Menschenbild von Carl Rogers dem Begründer der Gesprächstherapie, gefällt mir nach wie vor außerordentlich: Er meinte nämlich, jeder Mensch strebe von Natur aus seine eigene Selbstverwirklichung an; der Therapeut solle ihm dabei einfach nur mit großem Einfühlungsvermögen, mit Ehrlichkeit und bedingungsloser positiver Zuwendung zur Seite stehen, statt ihm von oben herab die Richtung vorzugeben, um ihn dann mit mehr oder minder sanfter Gewalt dorthin zu schieben. Das klingt tatsächlich einleuchtend und höchst sympathisch, erfordert aber auch sehr viel Zeit und und ein Übermaß an Geduld (nicht so unbedingt meine Stärke). Denn wie mir schon bei meinen Ernährungs-Seminaren aufgefallen war: Um das Leben zum Besseren zu wenden, reichen Einsicht und Vernunft nicht immer aus; es müssen ja auch Taten folgen! Und da steht uns der berühmt-berüchtigte innere Schweinehund gern mal im Weg...

Kurz und gut: Die Hypnose-Therapie erschien mir für die meisten Probleme zweckdienlicher als die Gesprächstherapie.

 

Hypnose nach Erickson und Elman

An der Hypnose-Therapie hat mich zunächst einmal überzeugt, dass es sich der oben erwähnte innere Schweinehund während der hypnotischen Trance sozusagen in seinem Körbchen gemütlich machen darf, um anschließend verblüfft die positiven Veränderungen zu bestaunen, die das Unterbewusstsein währenddessen in Gang gesetzt hat.

Meine Hypnose-Ausbildung erhielt ich bei Alfred Himmelweiß. Die Grundlagen für seine Ausbildung wiederum haben die großen amerikanischen Hypnotiseure Milton H. Erickson und Dave Elman gelegt, mit deren theoretischen Schriften ich mich ebenfalls intensiv auseinandergesetzt habe. Zugute kommt mir bei den hypnotischen Skripten übrigens meine jahrelang durch das Verfassen „wahrer Geschichten“ geschulte Begabung, in der Phantasie meiner Klienten genau die Bilder entstehen zu lassen, die ihnen schließlich den Weg zu ihren ur-eigenen Kraftquellen weisen. Das befähigt sie, die eigene Lebensgeschichte nach ihren Wünschen so umschreiben, dass sich ihr ganz persönliches Happy End wie von selbst ergibt. 

Andererseits steht da häufig der leise Vorwurf der Manipulation im Raum, selbst wenn ich es natürlich gut mit Ihnen meine und wir uns auch beide darauf geeinigt haben, welche Ziele wir gemeinsam in der Trance anpeilen.

Und noch etwas: Meine Idee von Psychotherapie war ursprünglich, meinen Klienten mit der Hypnose einfach nur dabei zu helfen, bestimmte Angewohnheiten wie übermäßiges Essen, Rauchen oder Nägelkauen loszuwerden. Dann aber stellte ich fest, dass diese „Probleme gemeinhin ihre geringsten Sorgen waren (obwohl sie sich ja genau deswegen an mich gewandt hatten!). Ja, dass es sich bei diesen scheinbar so „dummen“ Angewohnheiten in Wirklichkeit ausgesprochen schlaue Maßnahmen ihres Unterbewusstseins handelte, die für sie die wirklichen inneren Konflikte (oder die in der Familie, im Freundeskreis, am Arbeitsplatz) erträglicher gestalteten: Durch das „Problem ließ sich die längst überfällige Auseinandersetzung damit weiterhin vermeiden.

Wenn also das Verlangen nach Schokolade oder Zigaretten dank der Hypnose überwunden war, blieb die ursprüngliche unerträgliche Lebenssituation natürlich trotzdem bestehen, ja, oft trat sie dann mit aller Macht ins Bewusstsein. Ohne sich nun allerdings durch die lieben alten Gewohnheiten abmildern zu lassen.
Ich musste also bei meiner Behandlung doch mehr in die Tiefe gehen, um meinen Klienten dabei zu helfen, ihre Grundprobleme (oder Grundkonflikte) zu lösen.

War es nun ein glücklicher Zufall oder mein Schicksal oder vielleicht sogar eine göttliche Fügung, als ich eines schönen Tages im Internet auf die Klopf-Akupressur stieß?

 

Hypnose und/oder Klopf-Akupressur?

Ich muss offen gestehen: Zunächst fragte ich mich misstrauisch, wie das denn wohl, bitte, funktionieren sollte: Hier und da und dort mal ein paar Sekunden lang klopfen, und schon verschwinden nicht nur so belastende Gefühlszustände wie Wut und Scham, Angst und Kummer, sondern sogar „rein körperliche“ Symptome wie Rückenschmerzen oder jenes unangenehme Prickeln in der Nase, das eine heraufziehende Erkältung ankündigt...? Häh? Das soll funktionieren?! Wer's glaubt! Als ich jedoch eines Nachts von einem fiesen Wadenkrampf erwachte, machte ich die Probe aufs Exempel. Ohne große Erwartungen, wohlgemerkt. Nur, weil ich zu müde war, um in die Küche humpeln und nach einer Magnesium-Tablette zu suchen.

Zu meiner großen Verblüffung ließ der Schmerz bereits nach der ersten Klopfrunde merklich nach, hatte sich nach der zweiten auf ein erträgliches Maß abgeschwächt und war nach der dritten auf Nimmerwiedersehen verschwunden.

Jawohl: Der Schmerz war weg! Tatsächlich weg! Und kam nicht mehr zurück!

Ich konnte mein Glück kaum fassen.

Mit einem Schlag war ich bekehrt und wurde zunächst mal selber zum begeisterten „Klopfer“. Sodann ließ ich mir sämtliche Bücher und Lern-DVDs von Gary Craig aus den USA schicken und arbeitete sie nacheinander durch, um zuguterletzt auch noch die entsprechende praktische Ausbildung zu machen. Diesmal jedoch auf Deutsch und mit echtenlebendigen Menschen und deren tatsächlichen Problemen.

Deswegen bin ich sehr dankbar dafür, Elke Braunholz in Hannover als erfahrene, einfallsreiche und einfühlsame Lehrerin gefunden zu haben.

Als logische Folge meiner weitgehenden Umorientierung hin zur Klopf-Akupressur habe ich meine gesamte Website inzwischen komplett neu gestaltet und sie folgerichtig, dem neuen Schwerpunkt entsprechend, in www.einfach-klopfen.de umbenannt. Denn tatsächlich finde ich die Einfachheit dieser Therapie unwiderstehlich, wenn es darum geht, uns zu den Menschen zu entwickeln, die wir im Grunde unserer Herzen doch schon seit jeher sind.  

 

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