Stress macht Sie krank. Oder?

Stress macht nicht krank, wenn unsere Aufgabe uns begeistert

Nicht unbedingt. Denn wenn wir von dem, was wir tun, durch und durch begeistert sind, können wir in erstaunlich kurzer Zeit verblüffend viel schaffen. Die Freude daran wiegt dann jede Anstrengung auf. Übrig bleibt allenfalls noch ein bisschen positiver Stress, den wir geradezu genießen können. So ähnlich nehmen übrigens gute Schauspieler den klitzekleinen Rest Lampenfieber wahr, der sie auch bei der -zigsten Aufführung des gleichen Theaterstücks so hingebungsvoll agieren lässt, als empfänden sie das, was sie da sagen und spielen, wirklich und spontan. Würden sie hingegen ihre Rolle routiniert runterleiern, dann hagelte es Buh-Rufe aus dem Publikum und hämische Kritiken... 

Wer allerdings darüber stöhnt, wie gestresst er sich fühlt, meint damit grundsätzlich den negativen Stress. Der wird bekanntlich durch Hormone gesteuert, die uns zu Höchstleistungen im Kampf oder bei der Flucht beflügeln sollen: Ein paar gut gezielte Boxhiebe zum Beispiel oder ein Sprint zum nächstbesten Versteck würde sie abbauen, so dass wir uns rasch wieder beruhigen könnten. Leider verhindert unser Berufsalltag normalerweise diese ebenso sinnvolle wie gesunde Abreaktion...

Übrigens: Stellen Sie bitte nie ein volles Wasserglas neben Ihren Laptop! Wenn es umkippt (und natürlich ergießt es sich auf die Tastatur und nicht auf die Tischplatte!), sorgt das, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, für eine saftige Extra-Portion Stress...

  

Langeweile schadet Ihnen ebenso

Auch Langeweile und Unterforderung verursachen Stress

Nicht nur zu viel in zu kurzer Zeit schaffen zu müssen, kann Stress verursachen. Kaum besser ergeht es Ihnen, wenn Sie sich unterfordert fühlen, das heißt: Wenn Sie Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr Ihren Lebensunterhalt mit einer Tätigkeit verdienen, die Sie zu Tode langweilt. Sofern Sie schon am Montagmorgen den Freitagabend herbeisehnen, ab der Frühstückspause die Minuten bis zum Feierabend zählen und im Kalender die Tage bis zum Ruhestand abhaken, ist das genauso unbekömmlich wie eine rechtschaffene Arbeitsüberlastung. Ihr Unterbewusstsein weiß nämlich haargenau, dass Sie Ihr kostbares Leben damit verschwenden, und möchte eigentlich nur noch davonlaufen. Leider dürfen Sie das ja nicht... 

Um in einem Job (denn zu einem echten Beruf würden Sie sich zweifellos berufen fühlen!) auszuharren, den Sie verabscheuen, sind Blockaden eine unabdingbare Voraussetzung. Und natürlich von Angst geprägte Glaubenssätze wie „Besser ein Spatz in der Hand als eine Taube auf dem Dach.“ Davon können und sollten Sie sich mit Hilfe der Klopf-Akupressur befreien!

Vor allem aber nehmen Sie außerdem unbedingt...

 

Abschied vom Zwang zur Perfektion

Nehmen Sie Abschied vom Zwang zur Perfektion

Das ist, ich gebe es zu, leichter gesagt als getan. Selbst dann, wenn Sie so einen Zettel absichtlich schief an Ihre Kühlschranktür geklebt (und die Linien darauf ohne Lineal gezogen!) haben...

Immerhin: Es wäre ein Anfang. Denn mit dem Drang, immer alles richtig zu machen, tricksen Sie sich selbst aus. Daher schauen wir uns in meiner Praxis erst mal die Denkmuster und Glaubenssätze an, die Sie zu einem gestressten Perfektionisten gemacht haben. „Nur wenn ich immer alles richtig hinbekomme, bin ich liebenswert,“ könnte Ihnen zum Beispiel im Kopf herum schwirren. Oder: „Ich muss stets besser sein als alle anderen, sonst bin ich der erste, der fliegt...“ 

Solche Aussagen lassen sich ganz einfach mit der Klopf-Akupressur auflösen. Denn dabei geht es um einen liebevollen Umgang nicht nur mit anderen, sondern vor allem auch mit sich selbst. Schon lässt der Stress nach!

Und Sie können sich endlich Ihrer eigentlichen Lebensaufgabe zuwenden: Nämlich sich zu dem Menschen zu entwickeln, der Sie im Grunde Ihres Herzens schon seit jeher sind.

 

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Burn-out und Depressionen