Ihre erste Therapie-Sitzung bei mir

Vielleicht fragen Sie sich, wie sich eine Sitzung bei mir wohl abspielt und inwiefern sie sich möglicherweise von anderen Psychotherapie-Verfahren unterscheidet. Das möchte ich Ihnen im Folgenden gern erklären. Natürlich kommt es immer darauf an, warum Sie sich an mich gewendet haben.

Also auch darauf, was Sie mir gern erzählen möchten und was auf gar keinen Fall.

Ja: Im Gegensatz zu vielen anderen Therapieformen dürfen Sie sowohl bei der Hypnose als auch bei der Klopf-Akupressur all das für sich behalten, was Sie mir nicht anvertrauen wollen. Es reicht nämlich durchaus, wenn Sie selbst wissen, worum es Ihnen geht. Deswegen dürfen Sie beispielsweise, ohne dass ich nachfrage, so etwas sagen wie: „Diese entsetzlich peinliche Geschichte mit Sascha damals, an meinem 15. Geburtstag.“ Und noch etwas möchte ich betonen:

 

Ich nehme mir reichlich Zeit für Sie

Eine Therapiesitzung dauert bei mir mindestens eineinhalb, ja, machmal sogar zwei ganze Stunden. Länger allerdings auch nicht. Denn weil wir beide ja intensiv zusammenarbeiten, lässt unsere Konzentration dann allmählich nach. 

Übrigens: Gleich zu Anfang biete ich Ihnen ein Glas Wasser oder eine Tasse Tee an.

Das ist nicht nur Höflichkeit, sondern trägt erfahrungsgemäß auch zu einer zuverlässigeren Wirkung von Klopf-Akupressur und Hypnose bei. 

Warum ist das so? Hm. Vielleicht werden die zuständigen Hirnzellen dadurch besser durchblutet, wenn mehr Flüssigkeit im Organismus vorhanden ist. Oder vielleicht kann Ihre Lebensenergie dann leichter durch die Meridiane strömen. Wer weiß? Wie dem auch sei: Es ist wichtig. Falls ich es vergesse, dürfen Sie mich unbedingt daran erinnern!

 

Bestimmt kommen Sie gut vorbereitet her

Im Idealfall haben Sie nicht nur den Behandlungsvertrag ausgefüllt, den ich Ihnen gleich nach unserer telefonischen Terminabsprache per Post zugeschickt hatte, sondern auch den beigefügten Fragebogen.

Das spart uns beiden nämlich Zeit und hat für Sie den Vorteil, dass Sie sich mit Ihrem Problem noch einmal gründlich und ganz gezielt auseinandergesetzt haben, vielleicht sogar aus einem etwas anderen Blickwinkel als bisher. Mit Ihren schriftlichen Antworten vor Augen können wir beide der Sache gemeinsam auf den Grund gehen. Anschließend zeige ich Ihnen, wie Sie klopfen sollen, nämlich sanft, aber nicht allzu vorsichtig, und wo: An bestimmten Meridianpunkten im Gesicht und auf dem Oberkörper.

Während Sie klopfen, sprechen Sie freundlich, aber mit Nachdruck zu sich selbst, genauer gesagt: Zu Ihrem Unterbewusstsein, und ermutigen es, sich voll und ganz annehmen, wie Sie sind. Sie schließen also Frieden mit sich selbst. Ja:   

 

Es geht darum, sich selbst zu lieben...

Die meisten von uns (ja, ich weiß, es gibt da traurige Ausnahmen; aber die lasse ich hier mal beiseite) haben diese bedingungslose Liebe zumindest in ihrem ersten Lebensjahr erfahren. Sie erinnern sich also (hoffentlich) noch tief im Inneren daran, wie wundervoll es ist, sich auf der Welt herzlich willkommen fühlen in der Gewissheit: Sie sind rundherum richtig so, wie Sie sind. Erst später mussten Sie feststellen, dass einfach „da sein“ leider nicht ausreicht, um weiterhin so innig geliebt und verhätschelt zu werden, und dass Liebe durchaus an Bedingungen geknüpft werden kann. Je älter Sie wurden, desto mehr. Doch gerade jetzt, wo Sie sich dafür entschieden haben, Ihr Leben aktiv zum Besseren zu wenden, dürfen Sie erst einmal Ihren Ausgangszustand aus vollem Herzen bejahen, und sich selbst so annehmen, wie Sie tatsächlich sind: Kein Engel, kein Heiliger, nein, auch keine Superfrau, sondern „nur“ ein echter, lebendiger Mensch mit all seinen widersprüchlichen Gefühlen und Erfahrungen, mit all seinen Fehlern und Schwächen, aber auch mit seinen Stärken und Kraftquellen... Gerade das macht Sie doch so liebenswert im wahrsten Sinne des Wortes! Und noch etwas möchte ich betonen:

 

Selbstliebe bedeutet nicht Egoismus!

Egoismus heißt ja: Stets auf den eigenen Vorteil bedacht zu sein. Nein, darum geht es hier keineswegs! 

Vielmehr sollten Sie sich selbst die gleiche bedingungslose Zuneigung entgegenbringen wie ein Hund seinem Herrn (oder seinem Frauchen) und eine Katze ihrem „Dosenöffner“.

Genau das ist schließlich der Grund für die Zuneigung zu unseren vierbeinigen Freunden: Sie lieben uns einfach mitsamt all unserer Unvollkommenheit. 

Sie nörgeln nie an uns herum. Sie finden nicht, dass wir gefälligst erst mal zwanzig Kilo abnehmen sollten, bevor sie uns akzeptieren. Sie kennen weder Bosheit noch Schadenfreude. Sie spüren, wenn wir traurig oder unglücklich sind, und trösten uns ganz selbstverständlich mit ihrer Nähe, ohne kritisch zu fragen, ob wir nicht womöglich selber schuld sind. 

Die Klopf-Akupressur, die ich Ihnen während der Therapiesitzung beibringe, ermöglicht Ihnen, genauso großzügig, zartfühlend und rücksichtsvoll mit sich selbst umzugehen. Erstaunlicherweise fällt es Ihnen gerade dadurch ganz leicht, sich tatsächlich zu verändern.

Wenn wir am Ende der Therapiesitzung noch etwas Zeit haben, können wir sie mit einer kurzen Wohlfühl-Hypnose ausklingen lassen. Das ist zwar nicht unbedingt notwendig, trägt aber dazu bei, dass Ihre neuen, positiven Denkmuster und Gewohnheiten Ihnen, wie man so treffend sagt, tatsächlich „in Fleisch und Blut“ übergehen, indem sie sich in Ihrem Unterbewusstsein verankern und somit Ihr ganzes künftiges Leben hindurch erhalten bleiben. 

Und genau das ist ja eigentlich der Sinn der Sache.

 

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